Ein Jahr der technologischen Stärke und Expansion

Heavydrive entwickelt neue, innovative Komplettlösungen und erweitert seine Kapazitäten

Das Jahr 2025 stellte die Baubranche wieder vor große Herausforderungen. Hohe Materialkosten und weltweite Lieferengpässe senkten die Produktivität und hatten Auswirkungen auf Zeitpläne und Prozessabläufe. Dazu kam der nach wie vor massive Fachkräfte- und Personalmangel. Heavydrive reagierte auf diese Schwierigkeiten mit strategischen Maßnahmen für mehr Effizienz bei der Glasmontage.   

Kosten und Zeit sparen mit flexiblen Miet-Komplettpaketen

Die Organisation von passenden Anlagen bei unterschiedlichen Dienstleistern ist zeit- und kostenaufwändig und erfordert einen hohen personellen Einsatz. Dazu kommen beim Kauf von Montagegeräten der Aufwand für Lagerung und Wartung sowie eine komplexe Logistik. Daher hat Heavydrive neue Miet-Komplettpakete entwickelt, die auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und miteinander kombinierbar sind. „Mit einer flexiblen Montagelösung aus einer Hand wird das Projekt schneller und mit weniger organisatorischen und personellem Aufwand realisiert“, so Heavydrive Geschäftsführer Günter Übelacker.

Dafür hat Heavydrive 2025 seinen Mietpark um zahlreiche Montage- und Hebegeräte erweitert, u.a. um einen Minikran mit 23 Metern (75.4 ft) Hubhöhe, einen Glasmontageroboter mit 600 Kilo (1322.8 lbs) Traglast sowie ein Kontergewichts-Vakuumsauganlage mit 2000 Kilo (4409.2 lbs) Traglast, die wie alle Anlagen nach einem modularen System funktionieren. So sind beispielsweise die Saugteller ganz einfach austauschbar, um auch Steinplatten oder Holzelemente transportieren zu können oder um spezielle Winterteller anzubringen. Ebenso sind die Montagehelfer, Krane und Transportwagen für Glasscheiben jeder Form und Größe einsetzbar. Die Anlagen sind miteinander kombinierbar, mit wenigen Handgriffen anpassbar und können auch für Fenstermodule verwendet werden. Das reduziert die Rüstzeiten auf der Baustelle und den maschinellen und personellen Einsatz.

Des Weiteren investierte Heavydrive 2025 noch mehr in Robotik und die Automatisierung von Prozessen, da so eine Montage mit geringerem Personalaufwand gelingt. Der Mietpark der insbesondere für die Langzeitmiete beliebten Glasmontageroboter wurde erweitert. Auch in die Heavydrive 7-Achsen-Manipulatoren wurde weiter investiert, mit denen ein einziger Bediener Glasscheiben von bis zu 2000 Kilo (4409.2 lbs) mit einer Fernbedienung in sieben Achsen bewegen kann.  

Montage von modularen Bauelementen am Kreativquartier München.
Montage von modularen Bauelementen am Kreativquartier München. Bildrechte: Heavydrive.com

Erfolgreiche Projekte in In- und Ausland

Die Produktivität der individuellen Heavydrive Komplettlösungen hat sich im vergangenen Jahr bei vielen Projekten gezeigt, beispielsweise am Kreativquartier im Münchner Norden – einem Areal, das Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissen verbinden soll. Für die Montage der vorgefertigten Balkonelementen inklusive der verglasten Türflügel kamen die speziellen Heavydrive Anlagen zum Einsatz.

Die 1300 Kilo (2866 lbs) schweren Fassadenelemente wurden inklusive des Rahmens mit Hilfe der Heavydrive Kontertraverse VSG 500 Konter sicher aufgenommen und unter einen Überhang von 1,85 Meter (6.1 ft) eingesetzt. Die Traverse, die an jeden Bau- oder Autokran angehängt werden kann, wurde mit einer speziell gefertigten Winkelaufnahme verbunden. So konnten die modularen Bauelemente ohne Beschädigung unter den Balkonen eingefädelt und gesetzt werden.

Am Annabel’s, einem exklusiven, privaten Members Club im angesagten Londoner Viertel Mayfair, der 1963 gegründet wurde, tauschte Heavydrive speziell gebogene Glaselemente mit einem Radius von bis zu 13681 Millimeter (44.9 ft). Bereits 2017 wurden die Verglasung des dortigen Wintergartens vom bayerischen Unternehmen Heavydrive durchgeführt.

Wie damals kam auch dieses Mal die Vakuumsauganlage VSG 750 KRQ zum Einsatz. Die Sauganlage wurde extra für gebogene Glasscheiben entwickelt. Damit konnten die 585 Kilogramm (1289,7 lbs) schweren, quergebogenen Wintergartengläser mit einer Größe von 4 x 1,4 Metern sicher angesaugt und getauscht werden. Dank des professionellen Heavydrive Logistiksystems waren auch die durch den Brexit erschwerten Zoll- und Einreisebestimmungen kein Problem.

Ein weiteres spannendes Projekt war die Verglasung am neuen Hauptsitz des Südtiroler Türen-, Fenster-, Fassaden- und Sonnensystemherstellers BSV. Das Firmengebäude in Schlanders (Italien) erstreckt sich über 120 Meter (393,7 ft) Länge und läuft spitz zu.

Die Montage der 10,7 Meter (35,1 ft) hohen Sägezahn-Fassadenelemente wollte der Kunde ursprünglich mit einer einzigen Sauganlage realisieren, weil die Heavydrive Anlagen flexibel an die Scheibengröße anpassbar sind. Da die Finnglasscheiben und die breiten Glaselemente jedoch im Wechsel installiert werden mussten und der Umbau nach jeder Montage Zeit kostet, wurden letztlich zwei Sauganlagen eingesetzt: Die VSG 3500 KMH mit einer Spannweite von 8,5 Metern (27,9 ft) montierte die 2,3 Meter (7,5 ft) breiten und 2,8 Tonnen (6172,9 lbs) schweren Scheiben und die VSG 1000 KL9-4 die schmalen Fassadenelemente mit 0,57 Metern (1,9 ft) Breite und 750 Kilo (1653,47 lbs) Gewicht.

Mit der Zwei-Anlagen-Lösungen konnten alle Glasscheiben sicher und akkurat innerhalb von zwei Tagen gesetzt werden. Ursprünglich hatte der Kunde für die Montage fünf Tage eingeplant.  

Montage von speziell gebogenen Scheiben am Annabel’s in London.
Montage von speziell gebogenen Scheiben am Annabel’s in London. Bildrechte: Heavydrive.com
Abladen der Fassadenelemente für das BSV-Firmengebäude in Schlanders (Italien). Bildrechte: Heavydrive.com
Abladen der Fassadenelemente für das BSV-Firmengebäude in Schlanders (Italien).
Bildrechte: Heavydrive.com
Montage von 10,7 m langen Fassadenelementen am BSV-Firmengebäude in Schlanders (Italien). Bildrechte: Heavydrive.com
Montage von 10,7 m langen Fassadenelementen am BSV-Firmengebäude in Schlanders (Italien).
Bildrechte: Heavydrive.com

Neue Heavydrive Tochtergesellschaft in Norwegen und Mitarbeiterzuwachs

Um die wachsenden Anfragen aus Skandinavien besser und schneller zu erfüllen, gründete Heavydrive im März 2025 eine Tochtergesellschaft in Oslo (Norwegen). Vom dortigen Lager können die Montageanlagen direkt geliefert werden und die Kunden erhalten eine fachkundige Beratung von den Heavydrive Experten vor Ort. „Die angespannte geopolitische Lage und erschwerte Zollbedingungen führen zu Problemen in der Logistik. Wir wollen den Kunden in dieser schwierigen Situation eine schnelle und verlässliche Montagelösung bieten, daher ist eine Filiale an unseren internationalen Haupteinsatzorten unerlässlich“, erläutert Günter Übelacker. Neben Norwegen hat Heavydrive Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Schweiz und Dubai (Arabische Emirate).

Auch intern hat sich das Unternehmen vergrößert und begrüßte am Stammsitz in Tapfheim im Bereich Werkstatt und Vertrieb neue Mitarbeiter im Team. Zudem setzte Heavydrive verstärkt auf die Ausbildung neuer Mitarbeiter. Als gelisteter Ausbildungsbetrieb stellte das Unternehmen 2025 einen Azubi zum Fachkaufmann für Marketing ein. In Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg und der Fachoberschule Donauwörth unterstützen studentische Mitarbeiter und Praktikanten das Team in den unterschiedlichen Bereichen. Insgesamt arbeiten in der bayerischen Zentrale aktuell 23 Mitarbeiter.  


Teilnahme an internationalen Messen und Fachtagungen

„Um über die Herausforderungen in der Baubranche und die neuesten Trends immer auf dem Laufenden zu sein, ist ein Austausch mit Glasproduzenten, Architekten und Wissenschaftlern sehr wichtig“, so Günter Übelacker. Daher präsentierte das Unternehmen seine Montagelösungen und Anlagen auf internationalen Messen und Fachtagungen wie der BAU 2025 in München oder den Glass Performance Days (GPD) in Finnland.

Aber auch an zahlreichen Veranstaltungen von Branchenverbänden und Lehreinrichtungen wie am Lehrstuhl für Vakuum- und Fassadentechnik in Magdeburg oder am Institut für Fenstertechnik in Rosenheim nahm Heavydrive teil.   

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir das vergangene Jahr trotz der großen Herausforderungen so gut gemeistert haben“, resümiert Günter Übelacker. Für 2026 sind bereits spannende Großprojekte auf der ganzen Welt in Planung.

 

 

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