XXL-Glasmontage an der Elbphilharmonie

Heavydrive setzt Panorama-Scheiben für Hamburgs neues Wahrzeichen

Spektakuläre Architektur, einmalige Akustik – seit ihrer Eröffnung am 11. Januar 2017 ist die Hamburger Elbphilharmonie der Magnet für Besucher aus der ganzen Welt. Für das Setzen der extrem großen Panoramascheiben sowie der gewellten Glaselemente auf der Seeseite kamen die Geräte des Tapfheimer Montagespezialisten Heavydrive GmbH zum Einsatz.

 

Einzigartiger Ausblick auf den Hamburger Hafen

Der Bau des futuristischen Gebäudes hatte es in sich: Die Panoramascheiben des Stoertebeker Restaurant Beer & Dine sollen den Besuchern einen einmaligen Ausblick auf den Hamburger Hafen bieten. Dafür wurden auf der Seeseite 2980 Millimeter hohe und 4680 Millimeter breite Scheiben über zwei Stockwerke schräg eingelassen. Für die komplizierte Montage der 800 Kilo schweren Glaselemente unterstützte die Heavydrive GmbH die Fenster- und Fassadenbaufirma Rommel mit Spezialequipment. Mit einem Baukran und der Vakuum-Sauganlage VSG 900 KS wurden die XXL-Scheiben zunächst über das Gebäude gehoben.

Montage der Panoramascheiben mit dem MRK 86.0
Bild: Heavydrive.com

Eine zusätzliche Herausforderung war hierbei der Lotus-Effekt der Scheiben. Die Glaselemente sind außen speziell beschichtet und lassen dadurch Wasser und Schmutz abperlen. Dadurch haben die Scheiben eine extrem glatte Oberfläche und können nicht mit Standardgeräten angesaugt werden. Für eine sichere Montage wurde die Vakuum-Sauganlage daher mit speziellen Tellern ausgestattet. Da es auf der Seeseite keine Abstellmöglichkeit gab, wurde das Fassadenelement anschließend quasi in der Luft übernommen. Mit dem Miniraupenkran MRK 86.0 konnte der Bediener dann die Scheibe in die Gebäudenische einfahren und millimetergenau setzen.

 

Aufwändige Montage wellenförmiger Scheiben

Nicht weniger knifflig war die Montage der gebogenen Glaselemente. Dafür mietete das Gundelfinger Unternehmen Gartner die Vakuum-Sauganlage VSG 1200 KR, um die großformatigen Scheiben mit Beschlagelementen zu produzieren. Die Anlage verfügt über 48 Saugteller. Diese passen sich optimal der gebogenen Scheibenform an und können von innen und außen bzw. konvex und konkav Radien von mindestens 450 Millimeter gleichzeitig ansaugen. Zudem kann die Anlage die angesaugte Scheibe um 360 Grad drehen und um 90 Grad abschwenken. Das erleichtert auch den Transport: Das Glaselement wird waagrecht in der Transportkiste angesaugt, herausgehoben und anschließend in Montageposition geschwenkt. Die Vakuum-Sauganlagen für gebogene Scheiben gibt es im Heavydrive Mietpark mit einer Traglast von 250 bis 5.000 Kilo.

Für die Elbphilharmonie wurde mit der Vakuumsauger VSG 1200 KR jede einzelne der 1.200 Kilo schweren und gewellten Scheiben quer durch das Gebäude verfahren. Da auch diese Scheiben veredelt sind und den Lotus-Effekt haben, wurden alle Elemente von innen angesaugt und in Position gehoben.

Fassade der Hamburger Elbphilharmonie zur Seeseite
Bild: Heavydrive.com

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